24-Stunden-Schwimmen

 

Ich bin ziemlich nervös, stehe am Beckenrand des Waiblinger  Freibads und friere. Eigentlich sollte ich entspannt sein, ist doch das Zelt aufgebaut, die Biertischgarnituren und Getränke stehen bereit.

Die Vorbereitungen waren diese Mal aufwendiger als im Jahr zuvor. Allein schon die Teilnehmerzahl unsere Kirche  hat sich verdoppelt. Viel mehr wurde nachgefragt, auch von denen, die nicht mitschwimmen konnten oder wollten. Und auch Sponsoren haben sich wieder viele finden lassen.

Punkt 19.00 Uhr fällt der Startschuss und alle, die bislang gekommen sind, springen ins Wasser. Wir schwimmen unsere Bahnen bis zur erste Pause, dann folgt die nächste Runde und wieder eine Pause.

 

Später am Abend treffen wir uns vor dem Kiosk. Weitere Schwimmer unseres Teams sind eingetroffen. Es gibt warmen Kaffee, kaltes Bier und viel gute Laune. Gegen 24.00 Uhr beschließen wir, an der Sonderwertung Hui-Buh-Runde teilzunehmen. Gezählt wird hier die geschwommene Strecke in der Geisterstunde. Viele machen mit und wir gewinnen deutlich mit 30 geschwommenen Kilometer diese Wertung.

 

Dann wird es Zeit zu Schlafen. Doch Schlafen kann ich lange nicht, irgendwie ist mein Bett  bequemer als die Isomatte. Morgens beschließt ein Teil von uns, an der nächsten Sonderwertung teilzunehmen, von 06.00 bis 07.00 Uhr (Sunrise-Throphy). Ich bleibe liegen und schlafe bis 07.00 Uhr aus. Als ich dann zum Schwimmen komme, erfahre ich, dass wir auch diese Wertung gewonnen haben. Unglaublich!

 

Es gibt Frühstück. Aufgetischt werden Kaffee, Brötchen, Wurst, Käse und viele weitere Leckereien. Wir lachen viel miteinander und genießen das gute Essen. Diese Stärkung tut einfach gut.

 

Aber wir sind nicht nur zum Essen da, wir wollen ja eigentlich schwimmen. Und so geht es dann munter weiter und ein Kilometer nach dem anderen wird zurückgelegt. Zu unserer Mannschaft kommen noch einige Nachzügler hinzu. Insgesamt werden wir 27 Teilnehmer, die für unsere EMK am Start sind.

 

Immer wieder treffen wir uns im Wasser und am Beckenrand, bestaunen an der Anzeigentafel die Zwischenstände und treffen uns zum Ausruhen. Richtig Klasse finde ich, dass wir auch viele Besucher aus der Gemeinde haben, die sich das Schwimmen ansehen und uns unterstützen.

 

Irgendwann neigen sich auch diese 24 Stunden dem Ende zu. Mir tut das Knie weh, die Fußknöchel schmerzen und ich beschließe, nur noch ein Mal kurz ins Wasser zu gehen. Um 18.00 Uhr ist dann endgültig Schluss und wir bauen ab. Das Zelt wird zusammengelegt und im Auto verstaut. Dank vieler fleißiger Hände ist bald alles fertig.

 

Zur Siegerehrung treffen wir uns im Freibad wieder. Und erfahren, dass Jana wieder Zweite bei den Mädchen geworden ist, mit unglaublichen 17,1 km. Und unser Team ist Erster geworden, mit einer Gesamtstrecke von 220,2 km.

 

Viel Spaß hat es gemacht, jeder hat sein Bestes gegeben. Die Gemeinschaft war wieder richtig gut. Danken möchte ich den vielen Helfern und Besuchern, die uns angefeuert, verpflegt und überhaupt unterstützt haben. Dank auch an die Jungscharler für das Zelt und die Biertischgarnituren. Und natürlich auch besonders den Sponsoren für die Unterstützung ihrer Schwimmer. Der aktuelle Stand an eingegangenen Spenden (Stand Anfang September) beträgt knapp EUR 3.500,00. Dieses Geld wird unserem Kirchenanbau zu Gute kommen. Vielen Dank dafür.

 

Wer sich die Ergebnisse und Bilder zum Schwimmen ansehen will, dem empfehle ich auch die Internetseite des DLRG Waiblingen.  http://www.24hschwimmen.de/wn/2011

 

Nächstes Jahr gibt es hoffentlich wieder ein 24-Stunden-Schwimmen und ich es wäre klasse, wenn wieder so viele von unserer Kirche mit dabei sind.